AMOXICILLIN/CLAVULANSäURE
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antibakterielles Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
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R
Amoxicillin Clavulansäure
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Halbsynthetisches Breitspektrumpenicillin. Aminopenicillin. Kombination mit Betalaktamasehemmer
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Wirkmechanismus
Amoxicillin: Hemmung der Quervernetzung der Bakterienzellwandpeptidoglykane
Clavulansäure: Hemmung von Betalaktamasen durch Komplexbildung
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Handelsnamen
Österreich Amoclan, Amoxiclavulan "1a Pharma", Amoxicomp "Genericon", Amoxiplus "ratiopharm", Amoxistad plus, Augmentin intravenös, Augmentin oral, Clavamox, Xiclav
Deutschland Augmentan
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Anwendungsarten
oral, i.v.
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Antibakterielles Spektrum
grampositive Keime (Staphylokokken); Amoxicillin-sensible Stämme und einige Betalaktamase-bildende Stämme; Haemophilus influenzae, Moraxella catharrhalis, Gonokokken, Proteus mirabilis, Proteus vulgaris; Anaerobier (Bacteroides fragilis)
teilweise erfasst sind: E. coli, Klebsiella
nicht erfasst sind: Pseudomonas, Serratia, Enterobacter-Arten, Morganella morganii, Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA)
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Kreuzresistenz
andere Penicilline (Ampicillin)
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Indikationen
leichtere Atemwegsinfektionen, (Sinusitis, Otitis media, eitrige Bronchitis); Mischinfektionen, HNO-Infektionen, gynäkologische Infektionen (Adnexitis), Aktinomykose
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
oral: 2 x 1 g
i.v.: 2 x 4,4 g (2 x 2,2 g)
oral: 15 mg/kg verteilt auf 3-4 Einzelgaben
i.v.: 20 mg/kg
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
Reduzierte Dosierung erforderlich. Bei Kreatinin-Clearence von 10-30 ml/min normale Einzeldosis oral alle 12 h verabreichen, bei Kreatinin-Clearence < 10 ml/min die Hälfte der normalen Einzeldosis alle 12 h. Bei i.v. Injektion 0,6 g alle 12 h bzw. 24 h.
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Kontraindikationen

absolut erwiesene Penicillin-Überempfindlichkeit, Achtung auf mögliche Kreuzallergie mit anderen Betalaktam-Antibiotika
relativ Patienten mit infektiöser Mononukleose und Patienten mit lymphatischer Leukämie (Exanthemrisiko erhöht), Schwangerschaft, Leberfunktionsstörungen

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Nebenwirkungen
in 10-20% Übelkeit oder andere gastrointestinale Störungen wie Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall (in erster Linie durch die Clavulansäure bedingt); selten cholestatischer Ikterus und eine meist reversible Leberfunktionsstörung oder eine meist reversible Hepatitis und cholestatische Gelbsucht. Symptome meistens während und kurz nach, selten einige Wochen nach der Therapie. Hautreaktionen (Rash, Urtikaria), schwerwiegende allergische Reaktionen (Arzneimittelfieber, Asthma, anaphlyaktischer Schock), pseudomembranöse Enterokolitis, Schmerzen am Injektionsort nach i.v.-Infusion.
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Interaktionen
Probenecid: Hemmung der renalen Ausscheidung
Allopurinol: erhöhtes Risiko für das Auftreten von Hautreaktionen
Digoxin: Resorptionserhöhung von Digoxin
Die Wirkung von Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmern und oralen Kontrazeptiva kann vermindert sein. Die gleichzeitige Gabe von Disulfiram wird oft schlecht vertragen.
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Vorsichtsmaßnahmen
bei Leberfunktionsstörungen sind die Leberfunktionswerte in regelmäßigen Abständen zu überprüfen;
die Einzeldosis von Clavulansäure sollte 200 mg und die Tagesdosis 600 mg nicht überschreiten
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: überwiegend renal
Halbwertszeit: 60 min
Absorption: gut

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Urin, Galle, Knochengewebe, Pleuraflüssigkeit, Ascites  pathologischer Liquor  normaler Liquor 

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Allgemeine Beurteilung
Wichtiges Penicillin-Derivat, durch Kombination mit Clavulansäure werden auch Erreger, die ß-Laktamase bilden, erfasst, Dosisbegrenzung durch Hepatotoxizität durch Clavulansäure.
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