TELITHROMYCIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antibakterielles Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
goto top of page
 
 
goto top of page
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Ketolid
Neue Klasse von Makroliden, bei denen die Cladinose (Zucker) substituiert ist durch eine Ketogruppe in Position 3 des 14gliedrigen Lacton-Ringes.
goto top of page
Wirkmechanismus
Hemmung der Proteinsynthese durch Interaktion am bakteriellen Ribosom
goto top of page
Handelsnamen
Österreich Ketek
Deutschland Ketek
goto top of page
Anwendungsarten
oral
goto top of page
Antibakterielles Spektrum
Im Vergleich zu den Makroliden zeigt das Ketolid insbesondere gegen grampositive Erreger (S. pyogenes, S. pneumoniae) eine verbesserte Wirkung. Telithromycin ist auch gegen Erythromycin- und Penicillin-resistente Pneumokokken-Stämme gut wirksam. Es wirkt schließlich auch gegen Staphylokokken, die eine induzierbare MLSB-Resistenz aufweisen, nicht jedoch gegen Staphylokokken mit konstitutiver MLSB-Resistenz.
Wirksamkeit gegen: Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Chlamydien, Mykoplasmen und Legionellen.
goto top of page
Kreuzresistenz
möglich gegen andere Substanzen der MLS-Gruppe
goto top of page
Indikationen
Leichte bis mittelschwere Atemwegsinfektionen, Infektionen durch Chlamydien, Mykoplasmen und Legionellen.
goto top of page
Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
1 x 800 mg/d
goto top of page
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit, Schwangerschaft

goto top of page
Nebenwirkungen
Telithromycin erwies sich in den klinischen Studien als insgesamt gut verträglich. Die Nebenwirkungen betrafen überwiegend den Gastrointestinaltrakt, dabei waren Diarrhöen und Übelkeit am häufigsten. Die Abbruchrate in den Zulassungsstudien lag bei 3,7%.
goto top of page
Interaktionen
Telithromycin ist ein Hemmstoff der Cytochrom-abhängigen Monooxygenasen CYP3A4 und CYP2D6. Die Substanz darf daher nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewandt werden, die über diese Enzyme verstoffwechselt werden. Während der Behandlung mit Telithromycin müssen Statine (Simvastatin u.a.) vorübergehend abgesetzt werden. Ähnliche Interaktionen können mit Benzodiazepinen oder Immunsuppressiva, wie Ciclosporin, auftreten. Auch die Plasmaspiegel von Digoxin waren bei gleichzeitiger Gabe erhöht. Ähnliches gilt für Levonorgestrel; die Wirksamkeit von oralen Kontrazeptiva wird jedoch nicht beeinträchtigt.
goto top of page
Vorsichtsmaßnahmen
Nicht gleichzeitig mit Statinen geben.
goto top of page
Pharmakokinetik
Ausscheidung: renal und via faeces
Halbwertszeit: ca. 10 h
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: verlängert
Absorption: gut; unabhängig von der Nahrungsaufnahme

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Gewebe, intrazellulär    Liquor 

goto top of page
Allgemeine Beurteilung
Weiterentwicklung der Makrolide, breite Wirkung gegen relevante Erreger von Respirationstraktinfektionen (einschließlich Makrolid-resistente Pneumokokken)
goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8